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Mahlzeit!

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"ausgewählte Lebensarten in Aachen"
-
Öcher Maschinenbau-
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Für alle, denen der musikalische Dünnschiss von RPR, Antenne, Big und den anderen Schwachmaten nicht zusagt.
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Wie der Name schon sagt... Besser als Wefunk!
Jazz, Funk, Lounge,
Soul, Trip-Hop,
Downtempo, Latin
Hat meistens gute Musik. Der beste Bluesrock.





Der Kommentar


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Donnerstag, 14.08.2008

"An wen erinnert mich dieses Bild?"

Loriot?Fand ich auf der Rückseite der Packung eines Billigst-Thermometers vom Grabbeltisch im Baumarkt. Ich vermute daß sich die Packungsdesigner in Osteuropa kräftig einen reingetan hatten bevor sie dieses Mikro-Bild (im Original ca. 2x3cm?) auf die Pappe pressten.
Wenn ich mal Chef bin will ich auch so mit meinen Produkten fotografiert werden. Der Text dazu lautete übrigens sinngemäß "Lebenslange Qualität". Fast eine Drohung wenn ich mir das Bild so betrachte...


Donnerstag, 14.08.2008

"Der rechte Weg"

Nazi-NaviDirekt in die Göring-Strasse!
Hätte unser Gröfaz nur so ein Ding gehabt, die Welt sähe heute anders aus.
Und dann auch noch Karten von ganz Europa dabei - da wären so ärgerliche Schnitzer wie die Landung der Legion Condor in Spanien nicht passiert!


Freitag, 02.05.2008

"Spielstrasse"

50 - der Kinder wegen!Herbolzheim, Landsiedlungsstrasse. Beschaulich reihen sich links und rechts der Freie Fahrt!mäßig gut asphaltierten einspurigen  Fahrbahn die Höfe aneinander. Ortsunkundige würden gar nicht bis zu dieser Ansiedlung fahren - wo sollte so ein Feldweg auch hinführen?
Da haben die umsichtigen Anwohner auch ein Schild aufgestellt:
50 - der Kinder wegen!
Fünfzig? Stundenkilometer?
Ach so, jetzt verstehe ich das - wenn man langsamer fährt könnte eines entwischen. Schlau, diese Badenser!
Und am Ortsausgang: freie Fahrt für freie Büger!  (Die Schilder stehen übrigens wirklich da...)


Donnerstag, 07.02.2008

"Dinge die nicht funktionieren"

30-Cent-BecherZum Beispiel Kaffeautomaten.
30 Cent kostet so ein Kaffebecher also, und dafür war er von innen noch nicht mal sauber ... igitt...


Freitag, 04.01.2008

"Schöne Aussichten"

Binger WachtürmeHier gibt es verschiedene Bilder von der Rochuskapelle. Das ist genau der Blick aus dem Küchenfenster. Leider gibt der Fotoapparat nicht so viel her (oder ich müsste mich besser mit der Foto-Nachbearbeitung auskennen), darum liefern die Bilder nur einen Ansatz dessen was man in Wirklichkeit sieht.






 


-          
        






Die Bilder sind über den Tag hinweg aufgenommen worden und rückwärts zu sehen, d.h. das Bild oben links ist von 17 Uhr und das unten rechts von ungefähr 10 Uhr.



Auch Dienstag, 21.08.07

"Weisse Weste"

VolksfarbeDie Bildzeitung tut was für ein sauberes Deutschland!
Statt über Filz, Korruption und Verbrechen zu lamentieren sorgt man in Zusammenarbeit mit meiner bisherigen Lieblingsbaumarkt-Kette dafür, dass Deutschland wieder in hellem Glanz erstrahlt.
Ein bekannter Farbenhersteller liefert das Rohmaterial, "Bild" die Idee und der deutsche Heimwerker das Muskelschmalz - da kann nichts mehr schiefgehen.
Die "Volksfarbe" hilft mit hoher Deckkraft beim Übertünchen von braunen Schandflecken, dem Aufhellen von dunklen Vorgängen, bei der Herstellung von weissen Westen.
Ach - und waschbeständig ist das Zeug auch noch, wie praktisch.
Naja, nachdem es mit den blühenden Landschaften ja nix war (zu bunt?) kann man es ja mal mit Klinik-Weiss probieren...



Dienstag, 21.08.2007

"Typische Handbewegung"

Schon mal drauf geachtet?
SackkratzerSüdlich des Weisswurstäquators fängt es an, das Land der Sackkratzer.
Männer aller Art stehen mehr oder weniger müßig an Straßenecken rum, hocken in Bars und Cafes, warten auf den Bus oder so - und alle mit der typischen Handbewegung zwischen die Beine.
Immer schön regelmäßig nachgesehen ob noch alles da ist; oder vielleicht neu arrangiert...
Ist jedenfalls eine gute, uralte Tradition. Nebestehendes Bild zeigt ein altes Originalabbild:
Apoxyiomenos – ein antiker Fund von unschätzbarem Wert, 1999 im Meer der Insel Lošinj entdeckt. Es geht um die Bronzestatue des Athleten in Lebensgröße, ein Originalwerk des griechischen Bildhauers Lysippus aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Eine Originalkopie der Statue ist im Museums- ud Galerieraum des venezianischen Turms in Veli Lošinj ausgestellt.
(Quelle: http://www.tz-malilosinj.hr)


Mittwoch, 15.08.2007

"Kamp Krusty"

ReinschiffDie Zierde eines jeden Campingplatzes sind seine Sanitäranlagen. Je gepflegter, desto mehr ADAC-Sterne und desto mehr deutsche Wohnmobiltouristen (die zu Hause wahrscheinlich NIE ihr Klo putzen).
Zwar fehlen dem "A/C Baldarin" auf Cres die für die Höchstpunktzahl erforderlichen separaten Waschkabinen mir extrabreiten Türen für durchschnittlich übergewichtige Deutsche, aber für die Auswahl und Präsentation der Reinigungswerkzeuge erhalten die Betreiber von mir die Spitzennote!
Hier ist sichtbar daß man ernsthaft arbeitet - zur Not den Dingen auch auf den Grund geht und noch mal nachhakt wo andere schon aufgeben.
In diesem Sinne nochmal Danke an die namenlose Putzfrau, die Tag für Tag scheinbar rund um die Uhr dort sauber macht!



Dienstag 14.08.2007

"Ganz große Seefahrt"

40 km auf dem Rhein sind ja schon ganz nett. Die letzten zwei Tage haben aber mal wieder was besonderes geboten.
Von der Südspitze von Cres aus sieht man zwei Inseln, eine im Osten mit einem Gebäude drauf und eine zweite, größere, im Süden. Erstere nennt sich Trstenik und das Gebäude hatten wir immer für eine Kirche gehalten; letztere heißt Oruda und ist laut Reiseführer die Heimat der Wildolive.
Mit einem Seekajak unter dem Hintern stellt so eine Insel natürlich immer eine Versuchung dar. Die Entfernungen sind eigentlich ein Witz, die 5 bzw. 8 km (jaja, ich weiß, aber mit Seemeilen kann hier doch keiner was anfangen...) fährt man auch unter schlechten Bedingungen zur Not noch vor dem Frühstück in ein bis eineinhalb Stunden.
Aber es sind halt Kilometer über offenes Meer: keine Möglichkeit anzuhalten, an Land zu gehen, zurück zu schwimmen...
Ein psychologisches Problem.
Am Sonntag war es dann soweit. Das Wetter klarte auf, der Wind kam beständig und mäßig von Osten und die Wellen waren gerade so hoch daß es Spass machte. Beim "Rt. Sv.Damian" angekommen war Trstenik fast zum Greifen nahe zu sehen.
Also mal unverbindlich losgepaddelt... und nach knapp 1 Stunde hieß es "Angelegt" bei N 44° 40.171' / E 14° 34.494' !
TrstenikLeuchtturmGescheitertDas Foto ganz links zeigt diesen Ort, der Blick geht am Ufer entlang Richtung Südosten. An dieser Stelle ist die Insel ziemlich schmal und hat auf der Nordseite eine prima Bucht in die man allerdings wegen Felsen nur mit einem Kajak reinfahren kann.
Die "Kirche" entpuppte sich dann als banaler Leuchtturm - siehe Foto in der Mitte. Die Rückfahrt mit Wind und Wellen von hinten ging dann mit 40 Minuten äußerst zügig von der Hand.
Anlässlich einer zweiten Expedition heute wurde am Südostende der Insel bei N 44° 39.814' / E 14° 34.970' noch ein Denkmal entdeckt. Es besteht aus einem bizarren Betonklotz und einer nachträglich aufgestellten Tafel mit Inschrift (Foto rechts). Da sind am 27.04.1962 ein paar Schüler mit Mann und Maus bei der Überfahrt von Rab nach Mali Losinj gescheitert. Heute spendet das Denkmal immerhin dem müden Paddler etwas Schatten - auf der Insel gibt es nämlich nicht einen einzigen Baum.
Oliven- und Feigenbäume verspricht dagegen der Reiseführer auf der Insel Oruda. Nach der gelungenen Überfahrt nach Trstenik und einem auf Süd gedrehten Wind ging es dann gestern dorthin. Gestartet wurde in der Camping-Klausen-Bucht weil die Wellen für einen Start vom Strand zu hoch waren. Ohne sonderliche Hast dauerte die Überfahrt gute 2 Stunden. Als meine persönliche Bestleistung empfinde ich es nach wie vor, daß ich mir unterwegs nicht in die Hose gemacht habe...
OrudaPositionPalacolDas Bild ganz links zeigt die Landung am Nordstrand von Oruda. Das ganze Ufer ist äußerst felsig und mit scharfkantigen Felsen versehen so daß es gar nicht viele Möglichkeiten gibt um an Land zu kommen. Die genaue Position ist auf dem mittleren Bild abzulesen (N 44° 33.253' / E 14° 34.764'). Von da aus ging es weiter südwärts zu einer mir bis dahin unbekannten Insel: Palacol ist mikroskopisch klein und im Wesentlichen von einer riesigen Ruine bedeckt. Das Foto rechts zeigt den Blick von Palacol Richtung Norden auf Oruda. Ganz im Hintergrund ist Losinj und der Berg Televrina zu erkennen. Zur Orientierung die Entfernungen: nach Oruda ca. 0,5 sm, Baldarin ca. 5 sm, die Hügel von Losinj ca. 8 sm und der Televrina ca. 12 sm.
Wie zu erwarten (Murphy fährt immer mit!) schlief auf dem Rückweg der ohnehin schwächer gewordene Wind ganz ein so daß ich in den zweifelhaften Genuss kam zwar auf spiegelglatter See, dafür aber mit 100% Muskelschmalz zurück paddeln zu dürfen. Irgendwelche nennenswerte Wasserströmungen gibt es da übrigens nicht.
Wie hieß es doch so schön: "das machen wir jetzt immer!"...


Samstag, 11.08.2007

"Kocherkunde"

Den Trangia-Kocher kennt ja wohl jeder der schon mal in Schweden zelten war. Natürlich funktioniert der Kocher auch südlich von Stockholm obwohl man das eigentlich nicht verlangen sollte.
Interessant war diesmal der Vergleich eines original Militär-Trangia-Kochers von 1966 mit einem Zivil-Modell von (ungefähr) 1986. Ersteren hatte ich vor längerer Zeit mal bei Räer gekauft einfach weil ich so altes Zeug mag. Letzteren erstand ich anlässlich irgendeiner Wandertour bei Sine in Mainz. Gibt es den Laden eigentlich noch? Man munkelte ja schon immer, daß es zwischen Camping-Stiefel in der Rheinstrasse und dem Lager von Sine einen unterirdischen Gang gab - nur so wäre es möglich gewesen daß besagter Stiefel IMMER alles da hatte.
Ich schweife ab.
Zurück zu Trangia:
Den neuen Kocher hatten wir ja anläßlich von "POLAREX 95" hinsichtlich seiner Leistungsfähigkeit und des Spiritusverbrauchs schon ausgiebig berechnet und fanden die Theorie durch die Praxis aufs trefflichste bestätigt.
Das alte "Original" von 1966 machte auf mich zunächst mal einen etwas einfacheren Eindruck.
Trangia alt, Übersicht Trangia AufbauTrangia alt, ZubehörTrangia alt, TopfTrangia alt, Pfanne





In der Übersicht ganz links sieht man die Bestandteile des Kochers - im Wesentlichen die gleichen wie heute, nämlich Windschutz, Brenner mit Schraubdeckel (aber ohne Regulierring), einen Topf und eine "Pfanne". Die Spiritusflasche gibts heute als Zubehör teuer zu kaufen - damals war sie dabei.
Was sofort auffällt ist die völlig andere Philosophie hinter dem Kocher. Während der moderne Kocher ganz darauf ausgelegt ist, mit Spiritus (oder Gas oder Benzin) als System zu funktionieren, hatte man damals wohl eher die Idee eines wildnistauglichen Kochgeschirrs im Sinn. Wenn beim modenen Kocher der Brennstoff verbraucht ist bleibt die Küche eben kalt. Ganz anders damals: wie auf den Bildern rechts zu sehen ist können beide Töpfe (Pfannen...) auch locker über ein Feucherchen gehalten werden.  Das dokumentiert schön die Fortentwicklung (ich nenne das Devolution) von einem Überlebenswerkzeug zurück zu einem Konsumartikel bei dem der ursprüngliche Zweck - warmes Essen oder Trinken - in den Hintergrund rückt.
Funktionieren tut der alte Trangia übrigens auch. Das Anzünden ist etwas umständlicher weil der im Vergleich zu heute größere Brenner langsamer warm wird und gelegentlich auch wieder ausgeht. Wenn er denn aber erst mal warm ist hat man eine kontrollierte Kernfusion vor sich und das Wasser wird genauso schnell heiß wie mit den modernen Kocher.
Ich habe das alte Ding zum Kaffeekochen sehr gern. Gerichte, bei denen man etwas aufwendiger im Topf rummengen muss, kocht man aber doch vielleicht lieber in dem neuen Kocher.
Naja, früher waren halt auch die Mahlzeiten einfacher...



Samstag, 28.07.2007

"Die Russen sind da / Teil 2"

Russen-N, falsch herum geschriebenNeulich, auf dem Weg zu meinem Lieblingsflugplatz, kam ich an diesem liebevoll selbstgemalten Schild vorbei.
So auf den ersten Blick, im Vorbeifahren aus dem Auto heraus, wirkte es nur etwas seltsam. Aber inzwischen ist mein Blick für derlei Dinge geschärft, Übungsobjekte gibt es ja wirklich genug:
zum Beispiel eingeritzt in die Wand der Wurstbude am Teufelsrutsch im Pfälzer Wald oder im tiefsten Bayern am Rand einer kleinen Landstrasse.
Während  dem Herrn Ingebrandt zugutegehalten werden kann dass 1947 das Schulsystem noch nicht so richtig wieder in Gang gebracht war, auch dass tief im Pfälzer Wald die Lehrer in ihren 1-Raum-Schulen nicht optimal ausgebildet waren, fragt man sich im Fall der Bayern schon ob da nicht bereits die Folgen von zu viel RTL und SAT1 sichtbar werden.

Die Volksradfahrer aus Mainz hatten übrigens nicht nur eines dieser Schilder, sondern gleich zwei davon - beide gleichmässig exotisch beschriftet.
Ich glaube, ich werde mein altes Hobby "Citrobots" zu Gunsten der Russeninvasion aufgeben!



Samstag, 07.07.2007

"Runter kommt man immer!"

dachte ich mir, als ich heute nach längerem Suchen den Eingang zum Hochseilgarten auf dem "Kuhberg" bei Bad Kreuznach gefunden hatte. Den Blick mutig nach oben gerichtet, versuchte ich herauszufinden was genau man auf diesem Labyrinth aus Seilen, Balken und ähnlichem Zeug anstellen kann.
Riesen Andrang war trotz super Wetter nicht gerade - vermutlich waren die anderen alle gerade bei Globus zum Einkaufen oder mal eben schnell heiraten. Also hatten der diensthabende Trainer und seine Assistentin ausreichend Zeit, mich auf die juristischen Konsequenzen meines Vorhabens hinzuweisen falls ich tatsächlich da hinauf wollte.
"Na klar, deswegen bin ich doch hier!" antwortete ich mutig, obwohl ich mir eigentlich gar nicht so sicher war.
"Rückzieher gilt nicht" dachte ich mir und unterschrieb eine Schadensersatz-Verzichtserklärung sowie mein Testament, das von einem vermutlich im Wald verborgenen Juristen formuliert wurde.
Klar, daß der Eintrittspreis im Voraus zu entrichten war -
und nach einer kurzen Einweisung und dem Anlegen von Klettergurt und Helm ging es los.
Die Start-Ziel-Plattform in über 8m Höhe schwankte etwas und ganz kurz hatte ich das Gefühl auf einem Boot zu stehen.
Die Assistentin klinkte mich in das Sicherungsseil ein, das Geländer öffnete sich und schon stand ich auf einer winzigen Plattform von wo die erste Etappe losging  - direkt auf eine wackelige, 4 cm breite und etwa 5 m lange Planke! Ich sag' ja: wie in der Seefahrt...
Fies fand ich den Teil wo es über ein dünnes Drahtseil ging und als Halt nur ein loses Seil gespannt war. Hier muss man sich darauf verlassen daß man nicht runterfällt wenn man sich nach vorne über den Abgrund legt und mit ausgestreckten Armen zwischen Draht- und Halteseil verkeilt....
Alles andere war teilweise anstrengend aber grundsätzlich machbar. Erstaunlich fand ich, daß mir die Höhe völlig egal war - wenn man sich auf das Klettern konzentriert vergisst man schnell wo man eigentlich gerade ist.
Den Parcours darf man so of laufen wie man will - bei mir hat es nach zwei Mal gereicht: war schon ziemlich anstrengend.
"Runter kommt man immer" heißt es. So ist das auch hier, und zwar geht das mit einer langen "Seilbahn". Die ersten Meter hat man das Gefühl senkrecht runter zu fallen. Oha!
Nach dieser Erfahrung empfiehlt sich auch noch die Benutzung der "Riesenschaukel", wo man ca. 10 m hochgezogen und dann fallen gelassen wird. Eine 10m hohe Schaukel eben, nur dass man nicht sitzt sondern im Klettergurt am Seil hängt.
Am liebsten morgen wieder!



Montag, 18.06.2007

"Wir werden alle sterben..."

Diese Weisheit nehme ich aus dem letzten Wochenende mit.
Reichhaltige Erfahrung damit scheinen die Mönche im Kloster Eberbach gemacht zu haben, auch wenn es keinen Bericht aus erster Hand dazu gibt. Durchschnittlich 25 - 30 Jahre sollen sie in den Anfangsjahren geworden sein - und das trotz gesündester fleischloser Ernährung mit Graubrot, Grütze und Gemüse!
Hin und wieder hat wohl mal einer nachgesehen ob es mit der Wiederauferstehung schon losgeht, fand aber nur das hier:
SkelettDas ist das kurioseste Ausstellungsstück des Museums. Würde mich interessieren aus was das Modell gemacht ist:
das ganze Stück ist etwa 20 x 10 cm klein. Für die Maden hätte ich Reis genommen, aber ichSiggi Ebert bezweifle daß die sowas hatten.
Für die nötige geistige Erhellung und ausgiebige Diskussion verschiedenster Glaubensfragen sorgte abermals Siggi Ebert ("...der Mann hat die ganze Arbeit..."). Während die Mönche weiland nur eine labberige weinähnliche Brühe zu trinken bekamen legt er Wert auf einen gepflegten Schoppen, der ihm dann auch im Eulenhof (?) in Vendersheim kredenzt wurde nachdem er dem stolzen Hofbesitzer seinen Garten madig gemacht hatte - angeblich um "die Reaktion des Mannes zu testen". Manch einer stochert auch aus Prinzip in Ameisenhaufen herum weil er Dinge nicht einfach so akzeptieren kann wie sie sind.
Prost, Siggi!
AnalphabetIm weiteren Verlauf gab es interessante Inschriften an den Wänden des "Schweizerhaus" am "Teufelsrutsch" zu sehen. Wüsste ich nicht genau dass der Pfälzer Wald nicht in Hessen liegt - beim Anblick dieser Inschrift hätte ich es sofort geschworen.Zecke
Oder in Bayern...


An Zeckenbissen sollen ja auch schon Leute gestorben sein. Dieser beunruhigende Gedanke ging mir dann gestern abend zum Abschluss durch den Kopf  als ich in der Sauna eine Zecke von meinem Knie pflückte.
Frösche im Badeteich: das ist ja ganz lustig, aber bei Zecken hört der Spass dann doch irgendwo auf! Aber vielleicht habe ich das Vieh ja auch aus dem Kloster mitgebracht wo es mir beim abbeten auf das demütig gebeugte Knie geklettert ist.
Und die Mönche sind alle an Zeckenbissen gestorben...


Mittwoch, 13.06.2007

"Das ist mir Wurst"

Im Grolsheimer Käsblättchen gab es kürzlich folgende Seite zu bestaunen:
Familienwurst
Hier nur im Ausschnitt zu sehen weil ich ja keine Werbung machen will.
Veranstaltet hat diesen Schwachsinn - drei Mal darf man raten - die BILD-Zeitung.
Wenn sonst nichts mehr geht, zieht man im abebbenden Fussballrausch noch mal schnell die Deutschland-Karte, vermengt das mit ein wenig Rentenpanik, etwas Werbung für mehr Kinder und setzt darauf, daß sich der gute Durchschnittsdeutsche in Krisenzeiten mit seiner Wurst zuhause verkriecht und auf Gemütlichkeit macht.
So gesehen muss man diese Anzeige als einen weiteren Versuch ansehen, die Bevölkerung von unliebsamen Aktivitäten abzuhalten und sie in der Küche hinterm Fernseher dumm zu halten.
Muss jetzt Frauentausch gucken gehen -



Sonntag, 10.06.2007

"Das Ende der Welt ist nahe!"

So ungefähr 200 km beträgt die Entfernung von Mainz aus gesehen.
Richtung Nordosten, ein Stück hinter Fulda. Wo sonst.
Da gibt es eine Gegend wo das Mobiltelefon "Kein Dienst" meldet, Strom - wenn überhaupt - durch dünne Oberleitungen fließt und sich die Dorfältesten bis aufs Messer um den Erhalt ihrer Fisch- und Wasserrechte bekämpfen.
RhöndorfDenkmalDenkmal aus der NäheDas ehemalige Zonenrandgebiet ist von den Entwicklungen der letzten 60 Jahre weitgehend verschont geblieben und so findet man bei genauem Hinsehen noch allerlei interessante Details die anderswo längst verschwunden wären.
Beispielsweise ein Denkmal aus der Zeit um 1920 welches der Gefallenen im ersten Weltkrieg gedenkt. Direkt neben dem jüdischen Friedhof gelegen sind dort alle Namen der örtlichen Kriegshelden verzeichnet (viele sind's ja nicht, aber das entschuldigen wir mal mit der winzigen Einwohnerzahl der Orte!).
Direkt daneben noch ein kleinerer Stein mit einer bemerkenswerten Inschrift: das "Heil" hat kürzlich ein berufsbetroffener Fanatiker rausgemeißelt, wahrscheinlich ohne den ganzen Text gelesen zu haben. Naja, der Text klingt für heutige Verhältnisse schon seltsam, aber in Frankreich, England oder den USA hätte man mit einer solchen Inschrift sicher kein Problem.
Eine andere Assoziation mit dem "Ende der Welt" führt ja unvermeidlich an den Arsch derselben.
Was macht ein so abgelegenes Dorf eigentlich in Sachen Kanalisation?
Richtig - eine hochgradig politisch korrekte Pflanzenkläranlage:
KläranlageKlärteichKloUnter großer Anteilnahme aber mit nur mäßigem Arbeitseinsatz der Dorfbewohner errichtet, tut dieses System aus Teichen und versumpfenden Beeten seinen Dienst. Hoffentlich verwenden die guten Rhöner nicht zu viel "Domestos" und dergleichen!
Dem Standard der Abwasserentsorgung angepasst sind auch die sanitären Anlagen der wenigen Bauernhöfe und Knechts-Katen. Bei einem der separat gelegenen Aborte hat der letzte Sturm offenbar die Bretterverkleidung weggeweht. Die Benutzer scheint es nicht zu stören - man ist ja unter sich.


Donnerstag, 07.06.2007

"Regentanz"

Letzte Woche war ich ein paar Tage zum arbeiten auf Malta.
Soviel vorab: es hat geregnet, und zwar reichlich. Die Insel ist ein karges, von Bauruinen übersätes Eiland und Recreation Areadie Bewohner sprechen nur mäßig gut Englisch. Das Essen ist ebenfalls mäßig und besteht aus Pizza, schöne Strände gibts nicht (und wenn doch sind sie in Privatbesitz). Ist aber alles egal weil die meisten Malteser (Malteken?) sich nächtens in den zahlreichen Diskotheken rumdrücken (ca. eine pro Einwohner?) und tagsüber müde sind. Wahrscheinlich hat es so viel geregnet weil sie unabsichtlich alle gleichzeitig eine Art Regentanz aufgeführt haben... die genaue Geschichte wurde vom "Independent" getreu wiedergegeben.RegenfrontRegenguss
Auf dem ersten Foto sieht man eine der Unwetterfronten von Südwesten heranziehen.
Das zweite Foto zeigt einen kurzen Blick aus der Hoteltür. Was man nicht sieht: nur 200 Meter weiter rauschte das Wasser einen halben Meter hoch die Strasse runter.
Beim Weg zum Abendessen konnte man die "Hochwassermarke" daran ablesen wie hoch der Müll sich im Geländer der Straße verfangen hatte...BebauungBankrotto

Business ist alles in Malta. Schnell ist ein Internetcafe gegründet; und ebenso schnell ist es wieder zu... modernste Hotels (sehr beeindruckend, auch architektonisch: das Hilton mit dem Casino!) werden quasi auf den Ruinen ihrer Vorgänger gebaut. Wie alt die Gebäude im Schnitt wohl werden? Die meisten schaffen es ja nicht mal über das Rohbaustadium hinaus.

Zum Abschluß serviert Lufthansa noch US-amerikanisches Mineralwasser weil es weder in Deutschland noch auf Malta welches gibt. Ein anderer Grund fällt mir beim besten Willen nicht ein!Wasser








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14.08.2008


adlergasse 11
damian lippok
tiergesundheit
tiana