Home

 


Neppi bewohnt standesgemäß ein großes Aquarium mit Wurzel als Sonnenbank und Pflanzentank als biologische Kläranlage.

Alles weitere dazu folgt unten.
Schildkröte
Fische
Hubschrauber





Impressum




Kinderstube

Anfangs reichte noch ein kleines 30-Liter-Aquarium für den kaum Fünfmarkstück großen Zwerg. Das hatte ich übrig und anfangs noch zur Pflanzenzucht verwendet.
Im Bild links ist Neppi zu sehen wie er getrocknete Wasserflöhe mampft.
Die Wasserflöhe sind ungefähr 5mm lang - daran kann man erkennen wie winzig er damals war.
Sehr schön sieht man hier die tyische Tarnfarbe der Jungschildkröte.

Fertig mit Fressen.
Jetzt erst mal etwas Siesta unter den Wasserpflanzen.
Die Pflanzen hielten sich einige Zeit; irgendwann war Neppi dann so groß daß er die Blätter abbeissen konnte. Gefressen hat er sie nicht, aber mit irgendwas muss man sich ja beschäftigen...
Die Folge war dann ziemlich zügiges Algenwachstum und bald darauf Umzug in das 160-Liter-Aquarium im Wohnzimmer.
Hier sieht man Neppi vor dem stark veralgten Ast im 160er.
Da war er schon zu einem ordentlichen Schildkröt herangewachsen. Mangels Pflanzen und dank starker Beleuchtung (250 W HQI) litt das Becken unter extremen Algenbefall der wöchentlich entfernt werden musste - auch vom Schildkrötenpanzer, und zwar mit Hilfe einer Zahnbürste.
Neppi war ganz klar "not amused".
Das selbe noch mal, jetzt von vorne.
Glasscheiben sind dem Tier bis heute ein Rätsel geblieben - er kann stundenlang dagegen anpaddeln ohne zu verstehen warum es nicht weiter geht!

Immerhin hat er inzwischen gelernt, daß es wehtut wenn man vom Ast ins Wasser springt und gegen die Scheibe knallt. Als sichtbare Konsequenz daraus steckt er jetzt erst mal den Kopf ins Wasser bevor er langsam und vorsichtig vom Ast ins Wasser rutscht.


Umzug

Anfang 2003 war langsam absehbar daß es wieder mal Zeit für einen Umzug wurde.
Und diesmal sollte es die endgültige Behausung für Neppi werden, jedenfalls für die nächsten paar Jahre. Also musste ein Konzept her, bei dem das Algenproblem zuverlässig gelöst und die Bedienung halbwegs praktikabel sein sollte. Das Becken sollte dem Kröterich ausreichen Raum zum Schwimmen geben, d.h. es musste mindestens 200 x 60 cm Grundfläche haben.
Ein Ast für die bei Schildkröten so beliebten Sonnenbäder musste reinpassen, und zwar so dimensioniert daß auch ein ausgewachsenes Männchen mit ca. 20cm Panzerlänge noch bequem darauf liegen kann. Die Sonne an sich wollte auch aufgehängt sein, was bedeutet daß über dem Becken ein Gerüst zur Montage verschiedener Lampen vorhanden sein musste.
Die Filtration sollte in 3 Stufen geschehen: 1 Partikelfilter desses Abfluß in den Pflanzenfilter führt sowie ein Aktivkohlefilter um chemische Belastungen klein zu halten.
Das Ergebnis dieser Überlegungen führte zum Ankauf eines 720-Liter-Aquariums und eines maßgefertigten Edelstahlbeckens für die biologische Filterung, im Bild hinten zu sehen.
Die Unterkonstruktion besteht aus 40x40-Edelstahlprofil, oben mit einer 20mm-Multiplex-Platte abgedeckt und mit Preßspanplatten verkleidet.

Das Aquariums wurde beim Zoopalast mittels Gabelstapler in den VW-Bus geladen - das war einfach.
Raus gings dann leider nicht mehr so gut: zu viert konnten wir das Trumm gerade so an Ort und Stelle bringen!
Der Biofilter ist 2m lang und zwischen 60 und 80 cm hoch. Auf dem Bild ist er vom Auslass-Ende her zu sehen: man erkennt die Kammern mit den Schottblechen, hinten den Übergang zum höheren Einlauf-Teil und - als Spiegelbild im Wasser - das Gerüst für die verschiedenen Lampen, die über dem Aquarium hängen.
Der Behälter ist komplett mit Seramis-Blähton gefüllt, unten grob und oben feines Granulat. Das Wasser muss in Mäandern durch das ganze System fließen so daß sich die Wirkung eines Kiesfilters ergibt.
Die Löcher oben werden dann bepflanzt.
Der große Moment: zum ersten Mal wird Wasser eingelassen.
- Hält das Untergestell das Gewicht aus?
- Wird der Fußboden nachgeben?
- Ist alles dicht?
Ja, hat alles prima funktioniert. Weil das Auffüllen von ca. 500 Litern mit dem Eimer etwas mühsam wäre, hatte ich eine Wasserleitung installiert aus der das Becken mit Leitungswasser gefüllt werden kann. Andererseits gibt es auch ein Abflußrohr, das direkt durch die Hauswand in den Hof führt. Daran ist der Filter angeschlossen, so daß sowohl das Pflanzenbecken als auch das Aquarium darüber entleert werden können.
Auf dem Bild ist schön das Gerüst für die Lampen zu sehen. Vier der Lampen wurden übrigens kurz danach gegen zwei 80W-HQI Hängespots ausgewechselt.
Und hier das Ergebnis.
Das Zyperngras ist bestens angewachsen, die übrigen Pflanzen auch.
Oben sieht man auch die Giesemann-HQI.
Algenwachstum ist bis heute nicht nennenswert festzustellen was vielleicht daran liegt daß ich nur Osmosewasser nachfülle (je nach Wetter 20 - 40 Liter / Woche), vielleicht aber auch am Aktivkohlefilter (10 Liter alle 6 Wochen), am Pflanzenfilter oder aber auch an der Kombination von allem.
Die ganze Lichtsteuerung geschieht über eine Siemens LOGO, die auch noch einen Betriebsstundenzähler beinhaltet mit dem ich die Wechselintervalle der Aktivkohle überwache.



05.11.2006
Document made with Nvu